MONTEVERDI

Hintergrundwissen:

Zwischen 1967 und 1976 stellte Monteverdi eine Vielzahl von Varianten seines High-Speed-Konzepts vor. All diese Modelle wurden vom Werk einheitlich als High Speed 375 bezeichnet; sie erhielten jeweils Namenszusätze für Coupés auf Standard-Radstand, kurze Coupés, Cabriolets und Limousinen.

Generell lassen sich zwei Serien unterscheiden. Die erste, von 1967 bis 1968 hergestellte Reihe umfasste eine Handvoll Coupés, deren Design von Pietro Frua in Turin stammte und deren Karosserie in den Frua-Werken aufgebaut wurde. Die zweite, weit umfangreichere Serie debütierte im Sommer 1968 und endete 1976. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge, die weitestgehend (allerdings nicht ausschließlich) bei der Carrozzeria Fissore in Savigliano gebaut wurden. Die ersten bei Carrozzeria Fissore gebauten Fahrzeuge trugen noch eine Karosserie im Frua-Design; ab 1969 gab es eine eigenständige Fissore-Karosserie, von der diverse Abwandlungen abgeleitet wurden.

Das erste Modell, der High Speed 375 S, war ein zweisitziges Coupé mit einer Karosserie, die Pietro Frua in Turin entworfen hatte. Die großzügige Linie mit der langen Frontpartie erinnerte sicher nicht zufällig an den beeindruckenden und immens erfolgreichen Maserati Ghibli, der kurz zuvor von Ghia entworfen worden war. Andererseits fanden sich am Monteverdi einige Details, die Merkmale von Fruas früheren Arbeiten wieder aufgriffen. Namentlich zum Maserati Mistral und zum britischen AC 428 waren offensichtliche Ähnlichkeiten festzustellen. Einige Quellen behaupten, die Ähnlichkeiten gingen so weit, dass einzelne Komponenten dieser Autos wie Glaspartien und Türen untereinander austauschbar seien.

Der High Speed 375 S mit Frua-Karosserie wurde im September 1967 auf der 43. IAA auf dem Stand der Firma Auto Becker vorgestellt und erhielt sehr positive Kritik. Die Zürcher Zeitung Blick sah darin beispielsweise „die schönsten Formen, die je zwischen Alpen und Ärmelkanal das Licht der Welt erblickten“. Neben der eleganten Karosserie und dem soliden Fahrverhalten fand besonders das luxuriöse und gut verarbeitete Interieur Zustimmung. Noch 1967 begann die reguläre Produktion, die arbeitsteilig gestaltet war. Zunächst versahen die Arbeiter in Monteverdis Binninger Werkstatt die Chassis mit Motor und Antriebstechnik. Das fahrbereite Chassis wurde sodann nach Turin geliefert, wo Frua die handwerklich erstellte Karosserie aufsetzte und das Auto komplettierte. Das zulassungsfertige Fahrzeug wurde daraufhin zu Monteverdi zurückgebracht.

Auf diesem Wege entstanden in den ersten sechs Monaten der Zusammenarbeit zwischen Monteverdi und Frua insgesamt zwölf Coupés. (Bild- und Text: Wikipedia)

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Bildquelle: Matthias v.d. Elbe/Wikipedia-CC BY-SA 4.0

Frontscheibe - MONTEVERDI 375 L/375 S/Berlinetta/375/4 67-76

Produktdetails:

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